CITYGUIDE Hildesheim

Geschichte

Hildesheim blickt auf eine lange Geschichte zurück. 

Im Jahr 815 wird hier in Anlehnung an eine vorhandene sächsische Siedlung durch Kaiser Ludwig den Frommen ein Bistum gegründet.

Um 1249 erhält Hildesheim ein Stadtrechtsprivileg, doch ist ein Rathaus bereits 1217 urkundlich belegt. 
Bereits um 1300 ist die Stadt weitgehend unabhängig vom bischöflichen Landesherrn, kann sich eigene Stadtstatuten erlassen und führt ein eigenes Siegel. Das heutige Wappen wird Hildesheim im Jahr 1528 durch Kaiser Karl V. verliehen und stellt eine weitere Auszeichnung für die weitgehend selbständige Stadt dar. 

Nach einer verspäteten Reformation im Jahr 1542 sorgen im 17. Jhd. der 30jährige Krieg und die Gegenreformation für einen wirtschaftlichen Einbruch. Dazu kommt der Verlust der Eigenständigkeit von Hochstift und Stadt, welcher in der Eingliederung Hildesheims zunächst in das Königreich Preußen 1802/1803, dann in das napoleonische Königreich Westphalen (1807-1813) und schließlich in das Königreich Hannover (1813/1815-1866) gipfelt.

Hildesheim, seit 1866 wieder zu Preußen gehörend, beginnt erst im 19. Jhd. erneut zu wachsen. Die städtische Infrastruktur verbessert sich durch Anschluss an das Eisenbahnnetz bei Lehrte (1846), 1905 wird die erste Straßenbahnlinie eröffnet. 

Auch kulturell tut sich im 19.- 20. Jhd. einiges: 1859 wird das spätere Roemer-Museum eröffnet, 1888 die Stadtbibliothek, 1909 das Stadttheater und schließlich 1911 das Pelizaeus-Museum. 


Roemer- und Pelizaeus-Museum
© Hildesheim Marketing

Der 1. Weltkrieg und die anschließende Wirtschaftskrise haben auf Hildesheim dieselben Auswirkungen wie auf die meisten deutschen Städte, aber im Laufe der 30er-Jahre erholt sich die Stadt. Der 2. Weltkrieg verschont Hildesheim zunächst, bis zwei Bombenangriffe im Jahr 1945 die gesamte Innenstadt mit ihren zahlreichen Fachwerkgebäuden zerstören. Hildesheim gehört mit 40% vernichtetem Wohnraum zu den am stärksten zerstörten Städten in Niedersachsen. Die zerstörte Innenstadt wird im Laufe der Jahre wieder aufgebaut, v.a. der historische Marktplatz erstrahlt seit 1989 wieder im alten Glanz. 

Bereits 1985 werden die Michaeliskirche und der Dom zum UNESCO-Welterbe erklärt. Die neueste Errungenschaft der Stadt ist die Stiftung Universität Hildesheim, die erste Stiftungsuniversität Niedersachsens. Daneben gibt es in Hildesheim die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, die auf die 1971 gegründete Fachhochschule Hildesheim zurückgeht.


Fachhochschule HAWK; © Hildesheim Marketing


Zurück

•  Datenschutz
•  Kontakt
•  Impressum
•  Suche